aus der Sächsischen Zeitung vom 22.06.2001
Atmosphärische Dichte bei Ein Viertel Rotlicht
BAD WALDSEE Gewiss neugierig strömten die vielen Konzertbesucher/innen am Freitagabend in die Alte Mälzerei beim Grünen Baum. Hafen- und Hurenlieder standen auf dem Programm. Dichtgedrängt es mussten immer noch mehr Stühle und Bänke herbeigebracht werden saß das Publikum und lauschte den Chansons von Yvonne Werner-Mees und ihrem Klavierpartner Ulrich Nötscher, und am ende füllt ein nicht endenwollender Applaus voll Anerkennung den Raum für die vielen Balladen, Moritaten, Kabarettlieder und Filmsongs...
...Und mit ebenso grossem Können wurde sie vom Piano her begleitet, wobei Ulrich Nötscher zuweilen mit Klamauk und kleinen Verkleidungsszenen den spezifischen Ausdrucksstil unterstrich.
Der Abend wurde je länger, je mehr zu einem nachhaltigen Erlebnis. Gerade die Variationseffizienz der Sängerin, einmal die Naive, Wehleidige, Verletzbare (Ich bin eine Dirne), dann wieder die Feurige mit dem Wechsel von Dur zu Moll, vom Lyrisch-Elegischen zum Dramatischen, wechselnd auch das Timbre vom Lasziven zum Wehmütig-Romantischen in Pose und Bewegung, konturierte eine Künstlerpersönlichkeit hohen Ranges...
aus der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung vom 22.01.2001
Ein Hauch von Sünde lag in der Luft
(km) Ein Hauch von Sünde lag in der Luft, als am Sonnabend Yvonne Werner-Mees zu einem Viertel Rotlicht im Galerie-Theater eingeladen hatte. Der Titel war Programm: Hafen- und Hurenlieder hatte die Künstlerin aus Hannover zusammengestellt, am Klavier einfühlsam begleitet von Ulrich Nötscher.
...Ob die bekannten Klassiker, kesse Schlager, englische Hits oder französische Chansons Yvonne Werner-Mees beherrscht ihr Repertoire. Sie singt vom Weihnachtsmann, der den Mädels von St. Pauli Geschenke bringt, von Matrosen, die in jedem Hafen eine andere Braut haben, von Frauen, die sich verkaufen und die Kerle schöner saufen...
aus der Deister und Weser Zeitung vom 11.11..2002
Von Fernweh und Sehnsucht
Von Jörg Tölke
Hameln. Das Glück ist anders-wo. So der Name des Programms mit dem Yvonne Werner-Mees und Ulrich Nötscher am Samstagabend im Lalu zum Chansonabend luden. Mit begeisternder Bühnenpräsenz brachte Yvonne Werner-Mees dem Publikum im Lalu die Wehmut um Fernweh, Heimweh und Sehnsucht dar. Ganz in der Tradition der großen Chansonetten wurden jidische und französische Chansons, argentinischer Tango, Musicalmelodien und Gedichte gebracht.
...Das Gang durch die Genres war auch ein Gang um die Welt. Vom Warschauer Ghetto über das Berliner Milieu bis Buenos Aires und Paris führte das Programm und machte klar: Weltenbummler sind vereint in ihrer Sehnsucht und das Schönste daran ist, dass wir sie alle haben.